24. Juli 2013

Mohn Kuchen - mit vielen Varianten

Ich habe mich riesig gefreut als ich das Rezept für diesen Kuchen im Internet gefunden habe. Es hat mich an die leckeren Kuchen und Nudelgerichte von meiner Oma und meiner Mama erinnert. Beim Blick in den Vorratsschrank habe ich sogar noch Reste von Mohn vom Vorjahr aus der Garten meiner Eltern entdeckt. Jaa! Selbst angebaut. Im Deutschland ist es leider verboten diese Pflanze selbst anzubauen wegen Opiate, die in unreifen Mohnkapseln erhältlich sind. Aber in der Slowakei, von woher meine Eltern stammen darf man Mohn ohne weiteres anpflanzen und die getrocknete Samen in der Küche verwenden. 

Die kleinen runden blaugrauen getrockneten Samen der Pflanze werden zum Würzen verwendet. Sie schmecken leicht bitter und nussig, wunderbar auf Mohnbrötchen, auf Germknödel und natürlich als Füllung für Kuchen und Torten. Gemahlener Mohn sollte allerdings möglichst schnell verbraucht werden, da er sich nicht so lange hält und leicht ranzig wird. Ganze Mohnkörner kann man dagegen ungefähr 1 Jahr lagern.


Gesagt, getan. Das Rezept und vor allem das Foto dazu fand ich total verlockend, obwohl die Mengenangaben in Tassen angegeben wurden, was ich nicht so optimal fand. Und tatsächlich, der erste Kuchen war nicht so perfekt wie ich es mir vorgestellt hatte. Das wäre aber nicht ich, wenn ich einfach so aufgegeben wurde. Ich habe mir überlegt, welche Rezepte könnte ich so ändern, dass ich ein Orangen-Mohn Kuchen nach meinen Vorstellungen backen könnte. 

Und hier ist das Rezept. Für den Boden habe ich einen Grundrezept für Wiener Biskuitboden genommen und dazu einfach 50g Mohn dazugegeben. Eine andere Variante wäre statt Mohn 2 Esslöffel Kakao nehmen, zum Beispiel für Schwarzwälder Kirschtorte. Oder gemahlene Haselnüsse. Einfach je nach Lust und Geschmack. 

Das Besondere an Wiener Masse ist das Aufschlagen von Eiern und Zucker über einem heißen Wasserbad. Das macht die Masse luftig und cremig und gibt ihr einen guten Stand. In einer Springform goldbraun gebacken, wird aus der Wiener Masse der ideale Tortenboden.


Die Zutaten:

6 Eier
150 g Zucker 
1 Prise Salz 
180 g Mehl 
50 g flüssige Butter
1 TL Backpulver
abgeriebene Schale 1 Bio Orange 
50ml Orangensaft
50g ganze Mohnsamen

1 Eier, Zucker und Salz über dem heißen Wasserbad mit dem Schneebesen warm schlagen (auf ca. 40 Grad). Zwischendurch einen Finger in die Eier-Masse tauchen und prüfen, ob sie lauwarm ist. Sie soll nicht zu heiß werden. Die Masse anschließend in eine Küchenmaschine oder eine Rührschüssel füllen und mit den Schneebesen 5 bis 8 Minuten lang dicklich cremig aufschlagen. Die Masse sollte schön fest-cremig sein. Orangenschale und Saft unterrühren.


2 Mehl mit Backpulver über die Eiermasse sieben und vorsichtig mit einem Schneebesen leicht unterheben. Dann die flüssige Butter dazugeben und vorsichtig unterrühren. Hierbei nicht zu lange rühren. Zum Schluss Mohn unterheben. 

3 Den Boden einer Springform mit Backpapier belegen und den Springformrand einspannen. Die Biskuitmasse in die Springform füllen, glatt streichen und im vorgeheizten Backofen bei 190 °C E-Herd / 170°C Umluft 40–45 Minuten backen. Anschließend auskühlen lassen. 

Jetzt haben wir 2 Möglichkeiten - entweder den Boden mit einem großen dünnen Sägemesser durchschneiden und zwischen die zwei Hälften eine Füllung streichen oder einfach den Kuchen mit Kuchenglasur verzieren. Ich habe mich für die zweite Variante enstchieden. Hier die Mengenangaben für meine Butterglasur:

45g weiche Butter
3 EL Milch
150g Puderzucker
etwas von der abgeriebener Orangenschale 

Butter mit den restlichen Zutaten schaumig schlagen und auf den Kuchen verteilen. Etwas zartbittere Schokolade schmelzen lassen, in einen Spritzbeutel füllen und in der ecke eine kleine Öffnung schneiden. Kreisförmig auf dem Kuchen verteilen und mit einem Zahnstocher abwechseln vom Rand bis zur Mitte, und andersrum Linien ziehen. Den Kuchen kalt stellen, damit die Butterglasur fest wird.


Das Grundrezept für diesen Kuchen ist sehr einfach und sehr wandelbar. Das finde ich genial. Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachbacken und variieren, und freue mich auf eure Vorschläge :-)






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