29. Juni 2014

Von grünen Träumen oder " Back to the roots"

Hallo liebe Leser,

es entwickelt sich zu einer Tradition, dass ich mich auch mal melde wenn ich kein Rezept für euch habe. So auch heute. Denn ich möchte euch etwas über mich und meinen Garten erzählen. 

Vielleicht habt ihr schon in meinem letzten Beitrag mitbekommen, dass ich dieses Jahr eine neue Leidenschaft für mich entdeckt habe. Ja genau, es ist mein Garten. Als wir vor zwei Jahre eingezogen sind, hatte ich von Gartenarbeit keine Ahnung. Na ja, um ehrlich zu sein, daran hat sich bis jetzt nicht viel geändert. Doch mit Garten und mit Natur war ich schon immer ziemlich verbunden. 


Als Kind habe ich meine Wochenenden mit meinen Eltern bei Oma im Dorf verbracht. Dort gab es nicht nur Garten mit den ganzen Gemüse- und Obstschätzen, die man heute als Bio verzeichnen würde, sondern auch Gänse, Enten, Hühner und früher auch Schweine. Damals war die Tierwelt für mich logischerweise viel interessanter als Garten.



Doch als stilles Vorbild war immer mein Papa da, der jede freie Minute draußen im Garten verbracht hatte. Später, als erzieherische Maßnahme wurde ich auch zur Gartenarbeit verdonnert,  was zu folge hatte, das ich mal statt Unkraut etwas nützliches vernichtet hatte und hin und wieder Sonnenbrand am Rücken und Muskelkater an der hinteren Oberschenkelmuskulatur davon getragen hatte. Nun, geschadet hat es mir nicht im geringsten.


Anfang zwanzig habe ich dann während Studium Großstadtluft schnuppern durfen. Was soll ich sagen - damals war es schön, aber es war auch genug. Irgendwann hatte ich genug von der ewigen Geräuschkulisse und von überfüllten Bussen und Straßenbahn. Natürlich hat die Großstadt auch ihre Vorteile, doch mittlerweile bevorzuge ich grünen Dschungel vor dem aus Beton.


Im Laufe der Zeit hat sich natürlich einiges geändert und ich habe nun meinen eigenen Garten, der noch kein richtiger Garten ist :) Vor drei Jahren habe ich geplant, dass mir mein Papa mit Gartenanlegen helfen wird. Doch dazu sollte es leider nicht kommen. Was geblieben ist, ist die Leidenschaft zum Garten, die in mir weiterlebt.

 


Und da ich generell keine räumliche Vorstellungskraft besitze, hatte ich auch keinen Plan, wo ich was einpflanzen sollte. Mittlerweile kann ich mich aber darauf verlassen, dass die richtigen Dinge und Ideen in dem richtigen Augenblick zu mir kommen. Und so saß ich Mitte März auf der Terrasse und habe in die Ferne geschaut und auf einmal war er da! Mein Garten! In dem Moment habe ich gewusst, wie es aussehen soll - wo ein Baum eingepflanzt wird, wo werde ich Blumenbeete einlegen, wo ein Rosenbogen stehen soll und wo ich meine Obststräuche einpflanze. Herrlich! Seit dem Augenblick arbeite ich Stück für Stück an diesem Traum. Es liegt noch sehr viel Arbeit vor uns, doch es wird eine schöne Arbeit sein. Nur mit Unkraut werde ich wohl nie Frieden schließen können.




Und so komme ich zurück zu meinen Wurzeln. Ich hätte nie im Traum geglaubt, dass Garten so viel Spaß machen kann. Es ist schön "geerdet" zu sein!
 



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