13. Januar 2015

Nuss-Petit Fours

In der kalten Jahreszeit, wenn die Natur ihren verdienten Winterschlaf hält, gibt es kaum frisches saisonales Gemüse oder Obst. Unsere tägliche Portion an Vitaminen und Mineralstoffen können wir uns bei exotischen Früchten holen oder eben, wie es unsere Großeltern gemacht haben, zu den Sorten greifen, die man im Herbst gut einlagern kann.

Dazu gehören zweifellos auch Nüsse und wer das Glück hat einen Nussbaum zu haben oder Eltern, die einen mit selbstgeernteten Walnüssen oder Haselnüssen versorgen, hat man unter Umständen Nussvorrat für den ganzen Winter. 


Das diese Powerkerne vor Energie nur so strotzen ist allgemein bekannt. Auch Tiere bedienen sich gerne an Nüssen und machen Wintervorräte. Nicht nur süße Eichhörnchen, sondern auch Krähen vergraben im Herbst gestohlene Nüsse, damit sie im Winter keinen Hunger leiden müssen.

Da Nüsse viel Fett enthalten, wurden sie lange Zeit wegen hohen Kaloriengehalt gemieden. Heutzutage weiß man es zum Glück besser und Nüsse gehören zu gesunden Lebensmitteln. Sie enthalten zwar viel Fett - Walnüsse und Haselnüsse um 60%, Macadamias sogar 70% - doch diese gehören zu den gesunden Fetten, die einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit haben. Nicht nur Herz und Blutgefäße profitieren davon,  mäßiger Genuss von Nüssen senkt Cholesterinspiegel und auch die Leistungsfähigkeit des Gehirns wird unterstützt. Was meint ihr, warum nennt man die leckere Mischung aus Nüssen und Trockenobst Studentenfutter? ;)

Neben gesunden Fetten enthalten Nüsse auch einen Cocktail aus Vitaminen und Mineralien. Walnüsse sind eine wichtige Quelle von Vitamin E - einen Antioxidant, der freie Radikale neutralisiert. Eine Handvoll Nüsse pro Tag sollte deshalb unseren Speiseplan bereichern. Wichtig ist, dass man Nüsse ungesüßt oder ungesalzen genießt, denn Zucker und Salz verleiten dazu, dass man mehr isst als man braucht. 

Eichhörnchen Quelle: Pixabay

Beim Kauf ist es wichtig lieber zu heimischen Nüssen greifen, denn importierte Nüsse können chemisch behandelt sein, damit sie länger halten, vor Pilzen geschützt werden und leichter zu öffen sind. Und natürlich, ganze Nüsse sind haltbarer, als gemahlene, weil diese viel schneller oxidieren und dadurch werden sie ranzig.

Und wenn man die geballte Kraft von Nüssen für eigene Gesundheit zu nutzen weiß, darf man sich dann auch ein Stück Nussschokolade auf der Zunge zergehen lassen oder sich einen Stück leckeren Nusskuchen genehmigen ;) 

Und genau das habe ich gerade mit euch vor ;) Die winterlichen Petit Fours mit würzigen Glühweingelee und lockeren Biskuit umhüllt mit Schokolade - was für ein Genuss ;) Und das alles ganz einfach gemacht! Das Rezept habe ich in einer älteren Ausgabe von Laura - Backen im Winter gefunden.

Nuss-Petit Fours (etwa 24 Stück)


Zutaten für den Teig:

50g Walnüsse
3 Eier
100g Zucker
75g Mehl
1 1/2 TL Backpulver

für die Füllung:

2-3 EL Johannisbeer- oder Glühweingelee

zum Verzieren:

50g- 80g Walnüsse
100g Zartbitter-Kuvertüre
50g weiße Kuvertüre


50g Walnüsse fein mahlen. Eier trennen. Eiweiß mit 3 EL kalten Wasser steif schlagen, dabei den Zucker einrieseln lassen. Eigelbe einrühren, dann vorsichtig Mehl mit Backpulver und Nüsse unterheben.

Backofen auf 175°C Umluft vorheizen. Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen und etwa 8 Minuten backen. Wenn er fertig ist auf ein Geschirrtuch stürzen und das Backpapier SOFORT vorsichtig abziehen, sonst bleibt es kleben. Nun abkühlen lassen und dritteln.

Zum Bestreichen könnt ihr Johannisbeergelee nehmen, oder - wie ich es gemacht hatte - Glühweingelee. Das könnt ihr  aus Glühwein und Gelfix machen (einfach die Packungsanleitung folgen). Zwei Biskuitplatten dünn mit dem Gelee bestreichen und aufeinander legen, mit der dritten Platte abschließen. Diese habe ich auch dünn mit dem Gelee bepinselt, das macht die Oberfläche glatt. Nun mindestens eine Stunde kühlen, besser über Nacht.

Nach der Wartezeit die Ränder gerade machen und Biskuit in kleine Stücke schneiden - etwa 3x3 cm groß. Ein paar schöne Nusshälften zur Seite legen, die restlichen grob hacken. Kuvertüre über dem  Wasserbad schmelzen und die Petit Fours mit einem kleinem Löffel mit Schokolade überziehen. Einige mit Nüssen verzieren, die anderen mit weißer Schokolade schmücken. Diese dann in einen Plastikbeutel füllen, kleine Ecke abschneiden und Muster auf die dunkle Schokolade malen.


Und? Sehen sie nicht hübsch aus? Wie kleine Pralinen, eine hübscher als die andere ;)

Ich wünsche euch einen schönen Tag und vergesst nicht die Handvoll Nüsse ;)

süße Grüße aus meiner Küche 

 

Viera



als pdf

Kommentare:

  1. Hmm die sehen ja unglaublich lecker aus *-* Ich liebe ja Nüsse. Sie schmecken einfach so super genial. Ich mag sie ja seint neustem am liebsten pur ^^ also als Erdnussbutter oder Mandelbutter usw... ( am liebsten selbst gemacht, weil da ist dann wirklich nur gutes drin ^^) Aber ich esse auch total gern Nüsse zu Obstsalaten, Porridge oder in Gebäck wie bei deinen Petit Fours. Das Rezept werde ich mir merken. Habe noch nie wirklich Petit Fours gemacht. Aber ich hatte es schon ewig mal vor ^^

    Liebe grüße Chrissi
    von chrissitallys.blogspot.de

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hi Chrissi,

      da ging es dir ähnlich wie mir. Ich hatte bestimmt ein Jahr lang vor Petit Fours zu machen, kam aber irgendwie nicht dazu. Diese aber, mit Nüssen, sind für Winter wie geschaffen :)
      LG; Viera

      Löschen
  2. Wow, die sehen echt super lecker aus!
    Bzgl. dem Nussbaum habt Ihr echt Glück, hab an Weihnachten erst alles für Nussecken eingekauft, und musste zum Schluss nur noch die Nüsse besorgen, da ging das Pack mit 2,99 EUR ganz schön ins Geld! :P
    Aber werde mir dein Rezept auf jeden Fall mal für nach meiner Diät vormerken! ;D
    Liebe Grüße

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Carolin,
      spannende Produkttest hast du auf deinem Blog! Da schaue ich öfters vorbei :)
      LG, Viera

      Löschen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...