20. Februar 2015

Rotkohlsalat mit Blaubeeren und Lauchzwiebeln von Madam Rote Rübe


Hallo liebe Leute!

Seit dem Adventskalender hatten wir hier auf Viera´s Kitchen keinen Gast gehabt. Es ist also die höchste Zeit einen einzuladen. Erst vor etwa einer Woche habe ich den Blog von Madam Rote Rübe entdeckt. Ihr Blog ist noch sehr jung, im Dezember ging ihr erstes Rezept online. Trotz dieser kurzer Zeit hat sie einen ganz besonderen unverwechselbaren Styl gefunden. Vor allem Fans der vegetarischen Küche sind bei Madam Rote Rübe goldrichtig. Der Salat aus Rotkohl, den sie heute für euch vorbereitet hat, ist natürlich auch vegetarisch und passt somit auch zu der Fastenzeit perfekt. Vielen Dank für diese originelle Idee, liebe Madam Rote Rübe!



GASTBEITRAG

Madam Rote Rübe vom Blog "Madam Rote Rübe" freute sich über alle Maßen, als ihr offeriert wurde, ob sie nicht Lust hätte, auf Viera´s Kitchen einen Gastbeitrag zu schreiben. Vielen herzlichen Dank, Viera. Konnte sie doch jetzt ihre Nase heben und den Duft der weiten Welt tiefeinatmen. Schließlich kam sie aus einem kleinen, einsamen Dorf auf dem Lande, weit abseits von jeglichem Trubel. Sie liebte es im Kirschenland zu leben. Hunderte von Kirschenbäumen umrahmten die dörfliche Umgebung, und zur Blütezeit trug die Natur ihr weißes Hochzeitskleid, was sie stets erneut in Entzückungsschreie ausbrechen ließ. 

Mit Witwe Bolte, ein nie erreichtes Vorbild nacheifernswerter Vorratsführung, verknüpfte sie einen Keller, der mit reichlich Vorräten gesegnet war und der stets fröhlich mit einem Liedchen auf den Lippen und mit stolzgeschwellter Brust inspiziert wurde. Sicherlich könnt Ihr Euch vorstellen, dass sie schlichte, einfache Rezepte aus Liebe zum Lande bevorzugte, deren Zutaten sie meist aus dem großen Bauerngarten holte und zu Hause bevorratete. Selbstverständlich aufgepeppt mit so manchen Feinheiten. Daher lasse ich, Sigrid, sie auch stets zu Wort kommen, da ihr Bestreben eine gesunde, vegetarische Vollwertküche ist, aus Herzenswärme zu ihrem Hansi etwas durchsetzt mit Kompromissen. 


Ach ja, ihr Name ist gewöhnungsbedürftig, doch was wollte sie tun. Hier war es Brauchtum, dass besondere Eigenarten das Vorrecht verliehen bekamen, als Uz- oder Necknamen tituliert zu werden. Abwenden ließ sich mit ihren roten Wangen, flammenden Haaren und der Vorliebe für Rote Bete auf keinen Fall das drohende Damoklesschwert . Auf meinem neuen Blog "Madam Rote Rübe" könnt Ihr sie, Hansi und ihre Freundinnen, wie Birnchen und Müllers Streuselchen, gerne noch näher kennen lernen. Ich weiß, dass sie, ich natürlich auch, überglücklich darüber wäre.

Die Tage bereitete Madam Rote Rübe einen farbenprächtigen Wintersalat mit Rotkohl und Heidelbeeren vor. Die Farben hatten es ihr angetan. Wie schön, obwohl der Winter häufig grau in grau ist, die Natur so reichlich vorgesorgt hat, dachte sie und erfreute ihr Herz mit der purpurnen Farbkomposition. Selbst Hansi, nicht immer freiwilliges Opfer so mancher gesunden Eskapaden ihrerseits, brummelte ein: "Kann man essen" zwischen den einzelnen Bissen. Befriedigt und ermutigt über diese als äußerstes Lob getarnte, höchstwahrscheinlich entgleiste Bemerkung über den süßen, milden Rotkohl, fragte sie ihn: "Wie heißt er eigentlich nun, Rotkohl, Rotkraut oder Blaukraut?" Hansi, endlich in seinem Element, teilte ihr mit: "Je nach Landstrich bekommt er diese Bezeichnungen, doch keiner dieser Namen gibt seine einzigartige Farbgebung wieder, die zwischen Lila und Rotviolett liegt. Der besondere Kohlkopf ändert seine Farbe je nach ph-Wert des Bodens. In sauren Böden erscheint er eher rot, in alkalischen Böden dagegen bläulich. Der wasserlösliche, sekundäre Farbstoff Anthocyan, er ist auch hier in den Heidelbeeren enthalten, bewirkt das leuchtende Purpur und wirkt entzündungshemmend, neurologisch und antibakteriell." Madam Rote Rübe, bass erstaunt: "Kein Wunder, dass unsere Vorfahren diesen winterlichen, gut lagerungsfähigen Gemüsekohl als Vitaminbombe und Gesundheitselexier so hochschätzten." "Ja, er kurbelt den Stoffwechsel an, wirkt ausgleichend auf den Blutzuckerspiegel und bringt die Verdauung auf Trab." 

Sehr zufrieden mit sich, entschied sie zugleich, Euch diesen herrlichen Salat nicht vorzuenthalten.

Einen Tipp noch von ihr, bei der Zubereitung vielleicht besser eine Schürze und Haushaltshandschuhe überziehen, Holzbretter anfeuchten, denn Achtung, der rote Farbstoff gibt Flecken, die sich nur schwer entfernen lassen.

Rotkohlsalat mit Blaubeeren und Lauchzwiebeln


Zutaten (für 2 Personen):

300 g Rotkohl
60 g Blaubeeren
1 EL Preiselbeerkompott
1 rote Zwiebel
1 Lauchzwiebel
2 EL Walnussöl
2 EL Aceto balsamico
Kräutersalz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Rotkohl putzen und vierteln, dabei die äußeren weniger schönen Blätter und den Strunk herausschneiden. Bei der kleinen Menge, die in diesem Rezept benötigt wird, entweder nur die Blätter wegnehmen oder den angeschnittenen Kohl mit Folie abdecken und im Kühlschrank lagern. 

Den Kohl abwaschen, jetzt quer zur Rippe in sehr feine Streifen schneiden. Mit Walnussöl und Aceto balsamico vermischen und einige Minuten weich kneten. 

Die rote Zwiebel schälen, fein würfeln. Lauchzwiebel in feine Ringe schneiden, einen Teil zur Seite stellen. Zwiebeln, Preiselbeerkompott und die Hälfte der gewaschenen Blaubeeren unter den Rotkohl geben.


Mit Kräutersalz und Pfeffer würzen, ca. 15 Minuten durchziehen lassen, nochmals abschmecken. Den Salat in eine größere Tasse füllen und festdrücken. Jetzt auf einen dekorativen Teller stürzen, mit den restlichen Lauchzwiebelringen und Blaubeeren bestreuen und servieren.

Vorzüglich schmeckt dazu geröstetes Baguette mit pikantem Blauschimmelkäse.

Liebe Grüße von





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16. Februar 2015

Krapfen nach Südtiroler Art

Noch zwei Tage und das wilde närrische Treiben ist wieder vorbei. Jedes Jahr am 6. Januar beginnt die Faschingszeit und auch wenn ich am gleichen Tag geboren wurde, die Leidenschaft fürs Fasching wurde mir nicht in die Wiege gelegt.  Umso schwieriger ist es wenn man in einer Gegend wohnt, wo Anfang des Jahres absoluter Ausnahmezustand herrscht und die engsten Freundinnen total "vernarrt" in Fasching sind? Jedes Jahr suchen sie sich eine passende Verkleidung aus und ziehen um die Häuser oder machen einen oder anderen Umzug mit. Ich finde ihre Kostüme immer sehr lustig. Letztes Jahr habe ich fleißig mitgemacht, dieses Jahr habe ich mich beurlauben lassen :) Als sich aber meine Lieben am Weiberfastnacht getroffen haben und sich zurecht machten, war ich dabei und habe ein paar Fotos gemacht. Die Verkleidung passte wirklich perfekt zu meinen "Teufelinnen" ;)


Bevor es am Aschermittwoch wieder ruhiger wird und die Fastenzeit beginnt, kommen noch einige traditionelle Köstlichkeiten auf den Tisch. Berliner, Quarkbällchen, Fasnetsküchle oder Krapfen, genau die sind in dieser Jahreszeit besonders beliebt. Doch genauso wie es Unterschiede zwischen Karneval und Fasnet gibt, unterscheidet sich auch das Gebäck in den einzelnen Regionen.


Als ich Kind war und in der Slowakei lebte, hat meine Mutter zu Fasching auch eine Art Berliner gemacht. Geschmacklich identisch mit den Berlinern die wir auch heute kennen, aber die Form war ein wenig anders. Sie hatten in der Mitte ein Loch gehabt, ähnlich wie Donut. Nach dem Ausbacken kam Marmelade oder ein Schneeschaum in die Mulde rein. Auch an die Krapfen kann ich mich erinnern. Genau die Gleichen werden auch in Südtirol traditionell zu Fasching gebacken. Das heutige Rezept hat mir meine Mutter gegeben und ich finde, das ist genau das Richtige um die Faschingszeit abzuschließen :)


Krapfen nach Südtiroler Art


Zutaten :

380g Mehl
Prise Salz
2 Eigelbe
50g Butter
240g Saure Sahne
1/2 Pck. Backpulver
1 EL Rum
Öl zum Ausbacken
Zucker zum Wälzen

Alle Zutaten zu einem glatten geschmeidigen Teig verarbeiten und etwa eine Stunde ruhen lassen. Dann in zwei Stücke teilen. Dünn ausrollen und mit einem Teigrad (oder Pizzarad) in Vierecke oder Rechtecke schneiden. Jedes  Viereck noch zweimal in der Mitte durchschneiden. 

Öl in einen Topf geben und aufheizen (oder eine Fritteuse auf die Temperatur bringen). Teigstücke in dem heißen Öl ausbraten. Das Öl soll aber nicht zu heiß sein, sonst werden sie schnell zu dunkel.


Nach dem Ausbacken abtropfen lassen und im Zucker wälzen. Das kann Puderzucker oder normaler Zucker sein. Ich mische die beiden gerne zusammen, weil ich es knusprig mag :)


Ich wünsche euch einen schönen Rosenmontag und eine wundervolle neue Woche!

süße Grüße aus meiner Woche



Viera


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13. Februar 2015

Red Velvet Törtchen mit Quarkfüllung

Hallo ihr Lieben!

Morgen ist ja Valentinstag. Habt ihr schon was für eure Liebsten vorbereitet oder gekauft? Oder gehört ihr etwa zu der Anti-Valentinstag-Fraktion? Kauft ihr Blumen oder doch lieber Schokolade? Oder ist der 14.Februar für euch ein Tag wie jeder andere?

Bei uns hält sich der Valentins-Wahnsinn in Grenzen. Klar, Schokolade gibt es immer, genauso wie eine selbstgebastelte Karte von meinen Kindern. Das ist dann aber auch alles.  Ach ja, eine leckere Kleinigkeit gibt es natürlich auch ;)

Vor einiger Zeit habe ich auf Pinterest ein Bild von Red Velvet Cake gesehen und gedacht, dass es in Miniformat - als Dessert sicherlich auch hübsch aussehen könnte. Für die typische rote Farbe ist hier eine chemische Reaktion verantwortlich, die noch durch die Zugabe von der roten Lebensmittelfarbe verstärkt wird. Außer Eier, Mehl und Zucker sind im Teig noch Kakao und Buttermilch enthalten, und gerade wenn die zwei aufeinander treffen färbt sich der Teig rötlich. Je nach dem wieviel Kakao im Spiel ist, variiert die Farbe von rot bis braunrot. Der Effekt kann auch noch durch die Zugabe von Rote Beete unterstützt werden. Für die Törtchen habe ich diesmal keine Rote Beete genommen, aber vielleicht erinnert ihr euch an den glutenfreien Rote Beete Gugelhupf vom letzten Jahr. Rote Beete bewirkt auch, dass der Kuchen angenehme Feuchtigkeit   hat. Ich werde sicherlich Red Velvet auch mit Rote Beete probieren.


Statt Rote Beete könnt ihr Lebensmittelfarbe nehmen. Gute Erfahrungen habe ich mit den Pastenfarben von Wilton gemacht. Zum Färben von Macarons oder Toppings für Cupcakes braucht man wirklich nur  eine Messerspitze Farbe. Um den ganzen Biskuit zu Färben benötigt man aber mehr, deshalb empfehle ich euch geschmacksneutrale Farbe zu nehmen z.B. Wilton rot, geschmacksneutral

Nun aber zu den Törtchen. Ihr braucht Dessertringe mit dem Durchmesser ca. 8cm. Aus den angegebenen Zutaten bekommt ihr 6 Törtchen.

Red Velvet Törtchen mit Quarkfüllung


Zutaten:

4 Eier
100g Zucker
1 EL Öl
2 EL Buttermilch
1 TL Essig
Vanilleextrakt
1 TL rote Lebensmittelfarbe
110g Mehl
40g Kakao (oder weniger)
1 TL Backpulver
Prise Salz
Amaretto zu Tränken

für die Füllung:

40g Zucker
500g Quark
200ml Sahne
Spritzer Zitronensaft

zum Dekorieren:

100ml Sahne
30g Bitter-Schokolade


Eier und Zucker mit dem Handrührgerät schaumig schlagen, nach und nach Öl, Buttermilch, Essig, Vanilleextrakt und rote Farbe zugeben. Trockene Zutaten vermischen und zu der Eiermasse portionsweise hinzufügen. Zu einem glatten Teig verarbeiten.

Ofen auf 180°C vorheizen. Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und gleichmäßig verteilen. Etwa 12-15 Minuten backen, dann aus dem Ofen nehmen, und das Papier sofort entfernen. Vollständig abkühlen lassen.

Für die Füllung Schlagsahne steif schlagen, Quark mit Zucker und Zitronensaft glatt verrühren. Schlagsahne unter den Quark heben.

Aus dem ausgekühlten Biskuit mit dem Dessertring Kreise ausstechen. 12 sollen es sein. Nun werden die Törtchen in die Dessertringe geschichtet. Dafür immer mit einem Biskuitkreis beginnen und ihn gut mit Amaretto beträufeln. Dann die Quarkcreme gleichmäßig verteilen und mit dem in Amaretto getränkten Kreis wieder abschließen. Törtchen in den Kühlschrank stellen, am besten über Nacht, so ziehen sie schön durch. 

Schokolade schmelzen und in einen Spritzbeutel füllen. Eine dünne Ecke abschneiden und mit Schokolade Herzen oder andere Motive auf ein Backpapier malen. Diese festwerden lassen. Wenn es schnell gehen muss, auch im Kühlschrank.


Sahne steif schlagen. Vor dem Servieren die Törtchen aus den Ringen befreien, mit Sahne und Schoko-Herzen verzieren.

Das wäre meine diesjährige Valentins-Idee für euch. Und egal ob ihr den Tag der Liebenden feiert oder nicht, ich wünsche euch wunderschönes und sonniges Wochenende.

süße Grüße aus meiner Küche


Viera



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9. Februar 2015

Warmer Rosenkohlsalat mit Äpfel und Cranberries

Hallo liebe Leute!

Das wird wohl meine persönliche Sensation des Jahres! Ich habe gestern Rosenkohl gegessen ...und nicht nur das. Es hat geschmeckt! Genauso wie Blumenkohl und Brokkoli gehört Rosenkohl auch zu dem Gemüse, das ich so gut wie es geht meide. Zumindest bis Gestern war es so. 

Der Anreiz aus Rosenkohl etwas zu kochen lieferte mir letzte Woche eine Fernsehsendung. Dort wurde gezeigt was man alles aus Rosenkohl machen kann, unter anderem Rosenkohl-Spiese oder ein warmer Salat. Als ich am Freitag  im Internet nachschauen wollte wie genau der Salat gemacht wurde, fiel mir der Name der Sendung nicht mehr ein, und natürlich auch der Sender der die Reportage ausgestrahlt hatte nicht. Vielleicht hat jemand von euch die Reportage gesehen und schreibt mir das in die Kommentare ;) Das wäre ganz lieb!



Es ist wohl keine Neuigkeit, dass Rosenkohl reich an Vitaminen und Mineralien ist. Vor allem Vitamin C, A und B6, weiter Calcium, Magnesium und Eisen sind vertreten. Die Hauptsaison von Rosenkohl ist im Winter. Geerntet wird er im November und Dezember und bei guter Lagerung kann man ihn bis März genießen. Auf der Beliebtheitsskala gehört er leider gar nicht zu den Favoriten. Das liegt wohl an dem bitteren Geschmack, den er oft hat. Doch, wie ich es nun gelernt habe, es gibt Tricks, die ihn mindern können. Wenn man die äußeren Blätter und den kleinen harten Strunk entfernt, hat man gute Chancen auf mild schmeckenden Rosenkohl. Äpfel und Cranberries bringen zusätzliche Süße auf den Teller.

Warmer Rosenkohlsalat mit Äpfel und Cranberries


Zutaten (für 4 Personen):

500g Rosenkohl
1 roter Apfel
50 - 80g getrocknete Cranberries
80g Walnüsse
Saft 1/2 Zitrone
Salz
Pfeffer
2 EL Walnussöl
Essig

Rosenkohl putzen, äußere Blätter entfernen, zur Hälfte schneiden und den Strunk ebenfalls entfernen. Nun die Blätter abzupfen. Wasser zum Kochen bringen, salzen, Rosenkohl-Blätter zugeben und 5-8 Minuten blanchieren. Danach Wasser abgießen, in eine Schüssel geben und etwas abkühlen lassen. 

Apfel entkernen und in sehr dünne Scheiben schneiden. Mit Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden. Dann zu Rosenkohl geben, genauso wie grobgehakte Walnüsse und Cranberries.  2 Esslöffel Öl hinzufügen, mit Salz, Pfeffer und Essig abschmecken. Vorsichtig vermengen. 

Der Salat passt hervorragend als Beilage zum Fleisch, Schnitzel oder einfach pur mit einer Scheibe Baguette. 


Ganz ehrlich, ich hätte nicht gedacht, dass ich ein Rosenkohl-Fan werden kann. Nicht, dass ich es schon wäre, aber für ein Rezept wie dieses kann ich mich durchaus begeistern :)

Ich wünsche euch eine schöne neue Woche!

süße Grüße aus meiner Küche


Viera



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7. Februar 2015

Kaiserschmarrn mit Mohn und Himbeeren

Hallo ihr Lieben!

Vor ein paar Tagen habt ihr von mir das Rezept für die mega köstlichen portugiesischen Pastèis de Nata bekommen. Heute geht es ein paar hundert Kilometern nordöstlich,  um genau zu sein nach Österreich. Auf unserer kulinarischen Reise werden wir heute eine Variation von dem klassischen österreichischen Dessert entdecken. Kaiserschmarrn kennt bestimmt jeder von euch. Heute verfeinern wir ihn mit Mohn und statt Zwetschgenröster servieren wir einfach heiße Himbeeren dazu.


Laut Legenden soll diese Mehlspeise schon seiner Kaiserlichen Hoheit Franz Joseph sehr geschmeckt haben, nur die sehr figurbewusste Kaiserin Sisi konnte sich dafür nicht begeistern. Wie auch immer, Kaiserschmarrn bekam einen festen Platz in der österreichischen Küche und darüber freuen sich sicherlich viele Feinschmecker ;)

Kaiserschmarrn wird traditionell in der Pfanne gemacht. Wenn die untere Seite goldbraun wird und der Teig gestockt ist, "reisst" man den Teig mit einem Pfannenwender in kleine Stücke, wendet sie und backt sie auch von der anderen Seite aus. Ich habe aber andere Methode, die ich für sehr gelingsicher halte. Aber dazu gleich mehr in dem Rezept. Aus folgenden Zutaten bekommt ihr 2-3 Portionen.


Kaiserschmarrn mit Mohn und heißen Himbeeren


Zutaten:

4 Eier
125 ml Milch
110g Mehl
20g Mohn
50g Zucker
1 EL saure Sahne
Prise Salz
(wer möchte 2 EL Rum-Rosinen)
50g Butterschmalz
50g Butter
50g Zucker

200g TK Himbeeren
2-3 EL Zucker

Zuerst die Eier trennen und Eiweiß schlagen. Eigelb mit Zucker aufschlagen, mit Milch und saure Sahne verrühren. Mehl, Mohn, Salz und Eiweißschnee unterheben.

Nun würde man den Teig in eine tiefere Pfanne geben und ihn anfangen zu braten. Und genau das mache ich nicht. Sondern heize den Ofen auf 180°C auf und zerlasse den Butterschmalz. Falls ihr eine Pfanne mit Metallgriff habt, könnt ihr den Teig einfüllen, falls nicht, nimmt einfach ein kleines Backbleich oder eine Auflaufform aus Metal. Ich benutze gerne ein kleines Backblech.


Also, zerlassenen Butterschmalz rein, Teig in dem Backblech verteilen und in den Ofen schieben. Dort auf mittlerer Schiene etwa 10-15 Minuten backen. In der Zeit stockt der Teig und wird schön fluffig.

Solange der Teig backt, Himbeeren und Zucker in einen Topf geben und kurz aufkochen. Wer mag kann sie mit Grand Marnier oder mit Amaretto abschmecken.

Wenn der Teig aus dem Ofen kommt, wird es mit einem Pfannenwender in Stücke zerkleinert. Nun die Butter in einer Pfanne zerlassen, 50g Zucker zugeben und leicht karamellisieren lassen. Zum Schluss die Kaiserschmarrnstücke in die Pfanne geben und solange wenden, bis sie von allen Seiten schön goldbraun gebräunt sind. 


Den fertigen Kaiserschmarrn mit Himbeeren auf die Dessertteller anrichten und reichlich mit Puderzucker bestäuben. 

Nun wünsche ich euch wunderschönes Wochenende!

süße Grüße aus meiner Küche



Viera




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4. Februar 2015

Winterliche Idylle

Wenn sich die Landschaft in ein weißes Kleid hüllt, Väterchen Frost sein Zauber auf die Natur legt und die Sonne um die Wette strahlt freuen sich alle "Landschaftsromantiker". Der gestrige Tag war so zauberhaft, dass uns die Entscheidung alles liegen zu lassen und spazieren zu gehen gar nicht schwer gefallen ist. Frische Luft zu tanken, Sonne zu genießen, Seele baumeln zu lassen, sehen, spüren und den Augenblick zu genießen tut einfach nur gut. Deshalb habe ich für euch heute wieder wenig Text, dafür aber schöne winterliche Bilder.

Ich wünsche euch noch einen schönen Tag!

 

Viera












3. Februar 2015

Portugiesische Pastèis de Nata

Hallo ihr Lieben!

Letzte Woche habe ich auf Facebook das Foto von kleinen süßen Stückchen gezeigt und davon geschwärmt, leider kam ich nicht dazu das Rezept in den Blog zu schreiben. Aber so wie ich es euch gestern versprochen habe, heute will ich das wieder gut machen, so dass ihr sie auch nachbacken könnt.


Woher kenne ich eigentlich Pastèis de Nata? Das ist eine gute Frage! Denn "original" portugiesische habe ich leider noch nicht probiert. Letztes Jahr im Herbst hat uns mein Neffe besucht. Als junger Single ohne Kinder genießt er seine Urlaube auf ein wenig andere Art, wie wir Familienmenschen mit Kindern es gewohnt sind. Auf seinen mehrwöchigen  Sommerreisen hatte er schon Länder wie Amerika, Cuba und letztes Jahr Spanien und Portugal bereist. Ich finde seine Reisen natürlich wahnsinnig aufregend und interessant. Denn außerhalb von Hotelanlagen erlebt man  die Länder auf ganz andere Art - man trifft "einheimische", erlebt die verschiedenen Kulturen und probiert landestypische Speisen, die nicht von Köchen in Viersternehotels gekocht sind. Na ja, ein wenig neidisch bin ich schon, anderseits bin ich mir nicht sicher, ob ich 4-5 Wochen im Auto verbringen wollen würde :)


Wie schon erwähnt, auf seiner letzten Reise nach Portugal hat er Bekanntschaft mit Pastèis de Nata gemacht und mein Eindruck war, dass ihm die kleinen Törtchen ziemlich geschmeckt hatten. Und weil er von ihnen so schwärmte, wurde ich natürlich auch neugierig :) 

Laut Wikipedia wurden die Pastèis schon vor dem 18. Jahrhundert von Mönchen des Hieronymus-Klosters in Belém gebacken. Sie bestehen aus Blätterteig und einer Pudding-Sahne Füllung. Ich habe zwar keinen Vergleich zu den "heimischen" Pastèis de Nata, aber die die aus meinem Ofen kamen schmeckten uns allen einfach himmlisch :)

Pastèis de Nata

(12 Stück)

1 Pck. Blätterteig (etwa 270g)
100g Zucker
1 EL Mehl
4 Eigelbe
250ml Schlagsahne
Prise Salz
Schale von 1/2 Biozitrone (nicht gerieben)

Zuerst wird die Creme gemacht. Eigelbe und Zucker in einen kleinen Topf geben und mit einem Schneebesen schaumig rühren, dann Schlagsahne, Salz und Mehl dazugeben und verrühren, Zitronenschale ebenso zugeben. Wer mag kann auch Mark einer halben Vanilleschote hinzufügen. Nun langsam erhitzen und unter ständigem Rühren aufkochen, bis die Masse etwas eindickt. Vom Herd nehmen, Zitronenschale herausfischen und erkalten lassen. Wenn man eine Klarsichtfolie über den Topf spannt, bildet sich keine unschöne Haut.


Nun zum Blätterteig. Den müsst ihr erst mal ausrollen, das Papier entfernen und erneut dicht einrollen. Dann in etwa 1,5 cm dicke Schnecken schneiden. Diese dann vorsichtig flach drücken und auseinander ziehen. Dann in die Muffinförmchen setzten und eine Schale aus dem Teig formen. Die Förmchen müsst ihr nicht vorher einfetten. Die Creme nun in die Schälchen aus dem Blätterteig verteilen. 

Das wichtigste ist - die Pastèis müssen schnell und heiß gebacken werden, damit die Oberfläche schön karamellisiert. Dafür den Ofen auf 220 -250°C Ober-/Unterhitze vorheizen, Förmchen reinschieben und etwa 8-12 Minuten lang backen. Unbedingt im Auge behalten!! Wenn sie fertig sind, aus dem Ofen nehmen, eventuell mit Zucker bestäuben. 

Tipp: Wenn ihr den Blätterteig vor dem einrollen noch mit dem Nudelholz ausrollt, werden die Schälchen etwas feiner. Anderseits, wenn es sehr schnell gehen muss, könnt ihr aus dem ausgerolltem Teig einfach Kreise ausstechen, und diese dann in die Muffinförmchen legen. 


Und was macht man aus dem übrig gebliebenen Eiweiß? Laut "Zeit-online" stärkten die Nonnen damals ihre Leinenhauben mit Eiweiß und das eigentliche Abfallprodukt war Eigelb. Gott seid Dank kam dann jemand auf die Idee aus dem Eigelb diese kleine Köstlichkeiten zu  backen. Da ich ja nicht im Besitz von Leinenhauben bin, verwende ich das übrig gebliebene Eiweiß auf eine andere, und sehr köstliche Art. Ich backe daraus feine Macarons. Aber das ist eine andere Geschichte ;)

süße Grüße aus meiner Küche

 

Viera


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1. Februar 2015

Wintertage, so wie ich sie liebe!

Hallo liebe Leute,

das Wochenende neigt sich schon wieder dem Ende zu. Hoffentlich habt ihr schöne Zeit gehabt und den Winter in vollen Zügen genossen. 

Der Januar hat seinem Namen wirklich keine Schande gemacht und genauso hab ich es gerne. Letzte Woche herrschte zwar Chaos auf den Straßen, doch der Natur hat es nicht geschadet. Im Gegenteil, das weiße Gewand steht ihr ausgesprochen gut. 

Eigentlich wollte ich heute für euch die Rezepte für portugiesische Pasteis de Nata und für leckeren Kaiserschmarn mit Mohn schreiben. Anderseits, die weiße Pracht hat uns nach draußen gelockt. Deshalb sind wir heute Mittag warm eingepackt und mit Kamera im Gepäck losgezogen und haben einen ausgedehnten Spaziergang gemacht. Beim frische Luft tanken entstanden einige winterliche Bilder und ein paar davon möchte ich euch zeigen. 

Die Rezepte, die ich euch noch schulde bekommt ihr natürlich auch ;) Gleich morgen verrate ich euch das Geheimnis von kleinen süßen Blätterteig Stücken mit der leckeren Vanillecreme.



















 süße Grüße

 

Viera

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