3. Februar 2015

Portugiesische Pastèis de Nata

Hallo ihr Lieben!

Letzte Woche habe ich auf Facebook das Foto von kleinen süßen Stückchen gezeigt und davon geschwärmt, leider kam ich nicht dazu das Rezept in den Blog zu schreiben. Aber so wie ich es euch gestern versprochen habe, heute will ich das wieder gut machen, so dass ihr sie auch nachbacken könnt.


Woher kenne ich eigentlich Pastèis de Nata? Das ist eine gute Frage! Denn "original" portugiesische habe ich leider noch nicht probiert. Letztes Jahr im Herbst hat uns mein Neffe besucht. Als junger Single ohne Kinder genießt er seine Urlaube auf ein wenig andere Art, wie wir Familienmenschen mit Kindern es gewohnt sind. Auf seinen mehrwöchigen  Sommerreisen hatte er schon Länder wie Amerika, Cuba und letztes Jahr Spanien und Portugal bereist. Ich finde seine Reisen natürlich wahnsinnig aufregend und interessant. Denn außerhalb von Hotelanlagen erlebt man  die Länder auf ganz andere Art - man trifft "einheimische", erlebt die verschiedenen Kulturen und probiert landestypische Speisen, die nicht von Köchen in Viersternehotels gekocht sind. Na ja, ein wenig neidisch bin ich schon, anderseits bin ich mir nicht sicher, ob ich 4-5 Wochen im Auto verbringen wollen würde :)


Wie schon erwähnt, auf seiner letzten Reise nach Portugal hat er Bekanntschaft mit Pastèis de Nata gemacht und mein Eindruck war, dass ihm die kleinen Törtchen ziemlich geschmeckt hatten. Und weil er von ihnen so schwärmte, wurde ich natürlich auch neugierig :) 

Laut Wikipedia wurden die Pastèis schon vor dem 18. Jahrhundert von Mönchen des Hieronymus-Klosters in Belém gebacken. Sie bestehen aus Blätterteig und einer Pudding-Sahne Füllung. Ich habe zwar keinen Vergleich zu den "heimischen" Pastèis de Nata, aber die die aus meinem Ofen kamen schmeckten uns allen einfach himmlisch :)

Pastèis de Nata

(12 Stück)

1 Pck. Blätterteig (etwa 270g)
100g Zucker
1 EL Mehl
4 Eigelbe
250ml Schlagsahne
Prise Salz
Schale von 1/2 Biozitrone (nicht gerieben)

Zuerst wird die Creme gemacht. Eigelbe und Zucker in einen kleinen Topf geben und mit einem Schneebesen schaumig rühren, dann Schlagsahne, Salz und Mehl dazugeben und verrühren, Zitronenschale ebenso zugeben. Wer mag kann auch Mark einer halben Vanilleschote hinzufügen. Nun langsam erhitzen und unter ständigem Rühren aufkochen, bis die Masse etwas eindickt. Vom Herd nehmen, Zitronenschale herausfischen und erkalten lassen. Wenn man eine Klarsichtfolie über den Topf spannt, bildet sich keine unschöne Haut.


Nun zum Blätterteig. Den müsst ihr erst mal ausrollen, das Papier entfernen und erneut dicht einrollen. Dann in etwa 1,5 cm dicke Schnecken schneiden. Diese dann vorsichtig flach drücken und auseinander ziehen. Dann in die Muffinförmchen setzten und eine Schale aus dem Teig formen. Die Förmchen müsst ihr nicht vorher einfetten. Die Creme nun in die Schälchen aus dem Blätterteig verteilen. 

Das wichtigste ist - die Pastèis müssen schnell und heiß gebacken werden, damit die Oberfläche schön karamellisiert. Dafür den Ofen auf 220 -250°C Ober-/Unterhitze vorheizen, Förmchen reinschieben und etwa 8-12 Minuten lang backen. Unbedingt im Auge behalten!! Wenn sie fertig sind, aus dem Ofen nehmen, eventuell mit Zucker bestäuben. 

Tipp: Wenn ihr den Blätterteig vor dem einrollen noch mit dem Nudelholz ausrollt, werden die Schälchen etwas feiner. Anderseits, wenn es sehr schnell gehen muss, könnt ihr aus dem ausgerolltem Teig einfach Kreise ausstechen, und diese dann in die Muffinförmchen legen. 


Und was macht man aus dem übrig gebliebenen Eiweiß? Laut "Zeit-online" stärkten die Nonnen damals ihre Leinenhauben mit Eiweiß und das eigentliche Abfallprodukt war Eigelb. Gott seid Dank kam dann jemand auf die Idee aus dem Eigelb diese kleine Köstlichkeiten zu  backen. Da ich ja nicht im Besitz von Leinenhauben bin, verwende ich das übrig gebliebene Eiweiß auf eine andere, und sehr köstliche Art. Ich backe daraus feine Macarons. Aber das ist eine andere Geschichte ;)

süße Grüße aus meiner Küche

 

Viera


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