20. Februar 2015

Rotkohlsalat mit Blaubeeren und Lauchzwiebeln von Madam Rote Rübe


Hallo liebe Leute!

Seit dem Adventskalender hatten wir hier auf Viera´s Kitchen keinen Gast gehabt. Es ist also die höchste Zeit einen einzuladen. Erst vor etwa einer Woche habe ich den Blog von Madam Rote Rübe entdeckt. Ihr Blog ist noch sehr jung, im Dezember ging ihr erstes Rezept online. Trotz dieser kurzer Zeit hat sie einen ganz besonderen unverwechselbaren Styl gefunden. Vor allem Fans der vegetarischen Küche sind bei Madam Rote Rübe goldrichtig. Der Salat aus Rotkohl, den sie heute für euch vorbereitet hat, ist natürlich auch vegetarisch und passt somit auch zu der Fastenzeit perfekt. Vielen Dank für diese originelle Idee, liebe Madam Rote Rübe!



GASTBEITRAG

Madam Rote Rübe vom Blog "Madam Rote Rübe" freute sich über alle Maßen, als ihr offeriert wurde, ob sie nicht Lust hätte, auf Viera´s Kitchen einen Gastbeitrag zu schreiben. Vielen herzlichen Dank, Viera. Konnte sie doch jetzt ihre Nase heben und den Duft der weiten Welt tiefeinatmen. Schließlich kam sie aus einem kleinen, einsamen Dorf auf dem Lande, weit abseits von jeglichem Trubel. Sie liebte es im Kirschenland zu leben. Hunderte von Kirschenbäumen umrahmten die dörfliche Umgebung, und zur Blütezeit trug die Natur ihr weißes Hochzeitskleid, was sie stets erneut in Entzückungsschreie ausbrechen ließ. 

Mit Witwe Bolte, ein nie erreichtes Vorbild nacheifernswerter Vorratsführung, verknüpfte sie einen Keller, der mit reichlich Vorräten gesegnet war und der stets fröhlich mit einem Liedchen auf den Lippen und mit stolzgeschwellter Brust inspiziert wurde. Sicherlich könnt Ihr Euch vorstellen, dass sie schlichte, einfache Rezepte aus Liebe zum Lande bevorzugte, deren Zutaten sie meist aus dem großen Bauerngarten holte und zu Hause bevorratete. Selbstverständlich aufgepeppt mit so manchen Feinheiten. Daher lasse ich, Sigrid, sie auch stets zu Wort kommen, da ihr Bestreben eine gesunde, vegetarische Vollwertküche ist, aus Herzenswärme zu ihrem Hansi etwas durchsetzt mit Kompromissen. 


Ach ja, ihr Name ist gewöhnungsbedürftig, doch was wollte sie tun. Hier war es Brauchtum, dass besondere Eigenarten das Vorrecht verliehen bekamen, als Uz- oder Necknamen tituliert zu werden. Abwenden ließ sich mit ihren roten Wangen, flammenden Haaren und der Vorliebe für Rote Bete auf keinen Fall das drohende Damoklesschwert . Auf meinem neuen Blog "Madam Rote Rübe" könnt Ihr sie, Hansi und ihre Freundinnen, wie Birnchen und Müllers Streuselchen, gerne noch näher kennen lernen. Ich weiß, dass sie, ich natürlich auch, überglücklich darüber wäre.

Die Tage bereitete Madam Rote Rübe einen farbenprächtigen Wintersalat mit Rotkohl und Heidelbeeren vor. Die Farben hatten es ihr angetan. Wie schön, obwohl der Winter häufig grau in grau ist, die Natur so reichlich vorgesorgt hat, dachte sie und erfreute ihr Herz mit der purpurnen Farbkomposition. Selbst Hansi, nicht immer freiwilliges Opfer so mancher gesunden Eskapaden ihrerseits, brummelte ein: "Kann man essen" zwischen den einzelnen Bissen. Befriedigt und ermutigt über diese als äußerstes Lob getarnte, höchstwahrscheinlich entgleiste Bemerkung über den süßen, milden Rotkohl, fragte sie ihn: "Wie heißt er eigentlich nun, Rotkohl, Rotkraut oder Blaukraut?" Hansi, endlich in seinem Element, teilte ihr mit: "Je nach Landstrich bekommt er diese Bezeichnungen, doch keiner dieser Namen gibt seine einzigartige Farbgebung wieder, die zwischen Lila und Rotviolett liegt. Der besondere Kohlkopf ändert seine Farbe je nach ph-Wert des Bodens. In sauren Böden erscheint er eher rot, in alkalischen Böden dagegen bläulich. Der wasserlösliche, sekundäre Farbstoff Anthocyan, er ist auch hier in den Heidelbeeren enthalten, bewirkt das leuchtende Purpur und wirkt entzündungshemmend, neurologisch und antibakteriell." Madam Rote Rübe, bass erstaunt: "Kein Wunder, dass unsere Vorfahren diesen winterlichen, gut lagerungsfähigen Gemüsekohl als Vitaminbombe und Gesundheitselexier so hochschätzten." "Ja, er kurbelt den Stoffwechsel an, wirkt ausgleichend auf den Blutzuckerspiegel und bringt die Verdauung auf Trab." 

Sehr zufrieden mit sich, entschied sie zugleich, Euch diesen herrlichen Salat nicht vorzuenthalten.

Einen Tipp noch von ihr, bei der Zubereitung vielleicht besser eine Schürze und Haushaltshandschuhe überziehen, Holzbretter anfeuchten, denn Achtung, der rote Farbstoff gibt Flecken, die sich nur schwer entfernen lassen.

Rotkohlsalat mit Blaubeeren und Lauchzwiebeln


Zutaten (für 2 Personen):

300 g Rotkohl
60 g Blaubeeren
1 EL Preiselbeerkompott
1 rote Zwiebel
1 Lauchzwiebel
2 EL Walnussöl
2 EL Aceto balsamico
Kräutersalz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Rotkohl putzen und vierteln, dabei die äußeren weniger schönen Blätter und den Strunk herausschneiden. Bei der kleinen Menge, die in diesem Rezept benötigt wird, entweder nur die Blätter wegnehmen oder den angeschnittenen Kohl mit Folie abdecken und im Kühlschrank lagern. 

Den Kohl abwaschen, jetzt quer zur Rippe in sehr feine Streifen schneiden. Mit Walnussöl und Aceto balsamico vermischen und einige Minuten weich kneten. 

Die rote Zwiebel schälen, fein würfeln. Lauchzwiebel in feine Ringe schneiden, einen Teil zur Seite stellen. Zwiebeln, Preiselbeerkompott und die Hälfte der gewaschenen Blaubeeren unter den Rotkohl geben.


Mit Kräutersalz und Pfeffer würzen, ca. 15 Minuten durchziehen lassen, nochmals abschmecken. Den Salat in eine größere Tasse füllen und festdrücken. Jetzt auf einen dekorativen Teller stürzen, mit den restlichen Lauchzwiebelringen und Blaubeeren bestreuen und servieren.

Vorzüglich schmeckt dazu geröstetes Baguette mit pikantem Blauschimmelkäse.

Liebe Grüße von





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