17. Dezember 2015

Magenbrot, Wohlfühlgefühl aus der Papiertüte

Hallo liebe Leute!

Wie viele Weihnachtsmärkte habt ihr dieses Jahr schon besucht? Ich gehöre zu den eingefleischten Weihnachtsmarkt-Fans, doch dieses Jahr bin ich irgendwie nicht so richtig in Stimmung. Wird wohl an dem Wetter liegen. Das Träumen von der weißen Weihnacht fällt mir dieses Jahr besonders schwer  trotz (oder gerade wegen?) den überall präsenten Weihnachtsliedern von Helene Fischer. Glühwein schlürfen bei milden 10°C macht keinen Spaß.


Zwei Weihnachtsmärkte habe ich dennoch besucht. Schon letztes Jahr wollte ich unbedingt den Weihnachtsmarkt auf der Burg Hohenzollern besuchen. Damals wurde er an dem Tag als ich hinwollte wegen dem Eisbruch abgesagt. Dieses Jahr bin ich mit meiner Freundin und unseren Kids hingefahren. Meine Erwartungen waren natürlich sehr groß. Burg Hohenzollern habe ich schon mehrmals besucht und mag die Atmosphäre dort sehr, genauso wie die Aussicht. In einem Punkt wurden meine Erwartungen nicht enttäuscht. Die Atmosphäre ist auch in der Weihnachtszeit beeindruckend, was die viele Lichteffekte nur unterstreichen. Das die Anzahl von Verkaufsständen nur begrenzt sein kann ist verständlich, denn soviel Platz ist oben in dem Hof nicht. Leider hat mich das kulinarische Angebot auf diesem Weihnachtsmarkt ziemlich enttäuscht. Natürlich gab es Rot- und Curry Wurst, Pommes, Schnitzelweckle, Crepes und Pizza, aber besonders lecker haben sie nicht geschmeckt. Der Glühwein war leider auch nicht der Hit. Verschiedene Sorten von gebrannten Mandeln und Nüssen haben es aber gerettet. Für mich steht fest, diesen Weihnachtsmarkt werde ich nächstes Jahr nicht besuchen.


Letztes Wochenende haben wir einen Ausflug nach Freudenstadt gemacht und dortigen Weihnachtsmarkt besucht. Dieser Markt ist wirklich den Besuch wert. Die Stände waren vielfältiger und schöner, und das Angebot an Essen besonders vielfältig. Wir probierten Teufelsknacker in dem knusprigen Bauernbrötchen, eine echte Alternative zur Roten Wurst. Meine Tochter hat zwar ganz untypisch für Weihnachten zur Dönerbox gegriffen, dieser aber schmeckte hervorragend und wurde uns von einem sehr netten Türken verkauft. Ich habe mich für die Crepes Normandie entschieden. Mit was waren sie gefüllt? Tja, die Crepes waren echt der Highlight. Sie waren dünn mit Apfelmus, Haselnusskrokant und Calvados gefüllt. Ich sags euch, genial!! Zum Trinken habe ich heißen Caipirinha genommen. Zwar auch nicht typisch weihnachtlich, für mich aber angenehmer zu trinken als Glühwein. Falls euch auch der Glühwein nicht so wirklich zusagt, kann ich euch den heißen Aperol empfehlen. Den könnt ihr ganz einfach zu Hause vorbereiten. 

Wenn ich auf dem Weihnachtmarkt bin, geht es auch nicht ohne Früchte in Zartbitterschokolade, ohne gebrannte Mandeln und natürlich ohne Magenbrot. Magenbrot finde ich äußerst lecker und viel bekömmlicher als traditionelle Plätzchen. Das wir wohl an den Gewürzen liegen, die man in den Teig zugibt, denn sie fordern die Verdauung und erzeugen somit ein wohliges Gefühl im Bauch. Leider sieht man hierzulande Magenbrot immer seltener. Aber hey, seit dem ich dieses Rezept auf Thermomix Rezeptwelt entdeckt hatte, kann ich Magenbrot einfach zu Hause backen. Und so geht es:

Magenbrot

(etwa 100 Stück)

Zutaten für den Teig:

500g Dinkelmehl Typ 1050
3/4 Pck Backpulver
400 g Zucker
1 EL Zimt
2 EL Kakao
1/2 TL Nelkenpulver
2 EL Lebkuchengewürz
1 EL Kirschwasser (oder Rum)
2 Prisen Salz
300ml Wasser


Zutaten für die Glasur:

100g dunkle Schokolade
20g Butter
100ml  Wasser
2 EL Kakao
300g Puderzucker

Alle Zutaten für den Teig in den Mixtopf geben und ca 3 Minuten auf der Knetstufe verkneten. Der Teig wird sehr dickflüssig und zäh sein. Backofen auf 180°C vorheizen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech streichen. Nun etwa 20 Min. backen, danach auskühlen lassen und in kleine Stücke schneiden.

Für die Glasur Butter, Schokolade und Wasser in den Mixtopf geben und 1-2 Minuten/ 60°C/ Stufe 1 verrühren. Puderzucker und Kakao zugeben und 3 Min/Stufe 2 verrühren. 


Abgekühltes Magenbrot in zwei große Schüsseln geben, die Glasur darüber gießen und mischen, bis alle Stücke gleichmässig glasiert sind. Auf ein Blech legen und trocknen lassen. Wenn die Glasur getrocknet ist, in die Dosen geben und  kühl aufbewahren. Magenbrot hält sich ca 2 Wochen frisch.

Ich wünsche euch einen schönen Abend und bis Weihnachten noch ein paar schöne Weihnachtsmarkt-Erlebnisse!

süße Grüße


Viera


als pdf

Kommentare:

  1. Vielen Dank für das Rezept Viera! Ich l.i.e.b.e Magenbrot - Rezept ist gespeichert!
    Liebe Grüße Britta

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